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DIE ANTWORT: Und jetzt?

 

Aus der ehemaligen Werbeanstalt wurde vor wenigen Monaten DIE ANTWORT AG. Wir haben die Geschäftsführerin und Creative Director Sarah gefragt, wieso Reto und sie sich nach 13 erfolgreichen Jahren zu dieser Massnahme entschlossen haben. 

 

Ihr habt 2005 die Werbeanstalt Schweiz gegründet. Und jetzt nach 13 Jahren habt Ihr Euch von der Anstalt verabschiedet. Wieso?
Wir sind in der Sache, die wir machen, radikal. Wir machen nie nur halbe Sachen. Für uns wie auch in der Arbeit für unsere Kunden. Wir hätten es gemütlich haben und weiter mit der Werbeanstalt arbeiten können. Alles wäre so gewesen wie immer, gemütlich halt. Aber das Leben ist schlussendlich zu kurz. Fakt ist: wir wollten die Agentur neu aufstellen und neu positionieren. Die Rentenanstalt und auch die Kreditanstalt gibt es ja schliesslich auch nicht mehr, die haben sich auch verändert aufgrund veränderten Marktverhältnissen und haben sich auch einen neuen Namen gegeben. Und schlussendlich: die Wildsau ist vor wenigen Jahren zwar aus unserem Logo verschwunden, aber im Herzen sind wir Wildsäue geblieben.

Hat das klassische Agenturmodell ausgedient?
Ja, ganz klar. Das fing vor drei Jahren langsam an und heute sind wir angekommen. Heute denken immer noch viele Agentur, so wie in den letzten 20 Jahren zu arbeiten, überleben zu können. Mitnichten! Oder einen Programmierer anzustellen, der auch Webseiten programmieren kann und sich fortan auch Onlineagentur nennen zu können. Wir gehen mit unserer Agentur zwei Schritte weiter. Wir wollen einmalig sein.

Wie meinst Du das? 
Wir haben uns im Vorfeld unglaublich viele Gedanken gemacht. Wir sind bestrebt, einmalig zu sein, weil wir nach dem Grundsatz «be different or die» leben. Als wir im 2005 die Agentur gründeten, haben wir allen unseren Kunden eine Namensaktie der Agentur geschenkt. Und so waren die Kunden eben nicht nur Kunden, sondern auch Mitinhaber ihrer eigenen Agentur! Das war einmalig. Rent a Rentner – unsere zweite Firma – war überhaupt die erste Onlineplattform weltweit, wo man Rentnerinnen und Rentner für Arbeiten kontaktieren und buchen konnte. Wir sind nicht «me too», wir sind wir. Wir versuchen immer das Beste heraus zu holen. Mitschwimmen liegt uns nicht. 

Wie seht Ihr Euch positioniert im Markt? 
Wir sind eine Kreativagentur im klassischen Sinn geblieben. Jedoch haben wir ein neues Agenturmodell gebildet, indem wir das Analoge mit dem Digitalen vereinen, verschmelzen. Wir werden künftig – nebst der Digitalmediaplanung - auch eigene Digitalprodukte verkaufen, was heute noch keine Kreativagentur macht. Diese digitale Denke ist uns sehr wichtig und entsprechend ist das Thema Digital bei uns allgegenwärtig. Bereits im Kreabriefing sitzen unsere Digitaler mit am Tisch und reden mit. Und mit Edwina Gescheidle haben wir eine Partnerin und Mitglied der GL an Board, in deren Adern digitales Blut fliesst. 

Ihr seid jetzt 3 Partner statt wie bisher 2. Was hat sich damit verändert? 
Nicht viel. Edwina und ich sitzen im selben Büro. Reto ist im Büro nebenan. Wir sprechen alles ab und entscheiden fix, wie bisher. Klar haben wir jetzt neu einen dritten Partner, aber es gibt bezüglich der Abläufe und Entscheide keine Veränderungen. Das Gute ist und das stellen wir täglich fest: wir ergänzen uns alle 3 bestens miteinander. 

Was sind Eure Pläne? 
Wir haben keinen Masterplan. Aber wir wollen mit unserer Arbeit Kunden weiter bringen und Ihnen helfen, Ihre anspruchsvollen Zielsetzungen zu erreichen. Und emotional gesehen: es gibt schon ungeheuerlich schlechte Werbung draussen, analog wie digital. Und in Sachen Digitalmedia – das habe ich erst jetzt mit Edwina realisiert – gibt es viele schwarze Schafe, die der Branche nichts Gutes tun.

 

 

 

05.11.2018